2014-09-21

KANADA-TRIP – TEIL 2: VANCOUVER ISLAND

Dieses Bild sagt alles über Victoria aus.
Nach den ersten Tagen in Vancouver sind wir ganz früh morgens mit unserem Mini-Mietwagen auf die Fähre gefahren und haben übergesetzt nach Vancouver Island. Dort haben wir die erste Nacht Victoria verbracht. Victoria ist die Hauptstadt von British Columbia und hat mich sehr an so Renter_innen-Urlaubsorte an der Nordseeküste erinnert. Alles ist irgendwie niedlich, überall gibt's Kaffee, Kuchen und hässliche Souvenirs und ansonsten ist nichts los. Kann man sich mal angucken, muss man aber nicht. Gut, dass wir nicht geplant hatten, länger zu bleiben. 

Dann lieber weiter rein in die Insel, ab in die Natur! Von Victoria aus haben wir einen Zwischenstopp in Nanaimo gemacht und sind dann nach einer Nacht weiter in den Pacific Rim Nationalpark gefahren. Ich glaube, ich habe in meinem Leben nie eine schönere Landschaft gesehen. Regenwälder, die so dicht sind, dass kaum Sonne am Boden ankommt und deren Bäume direkt an menschenleere Strände anschließen. Totaler Wahnsinn. Auf dem Campingplatz im Nationalpark haben wir auch den Vortrag über Bären, Wölfe und Pumas gesehen.

Nachdem wir dort neue Kraft getankt haben, sind wir weiter nach Port Hardy, ganz an die nördliche Spitze von Vancouver Island. Dort haben wir zwei Tage verbracht, um auf die Fähre zu warten, die uns in einer 16-stündigen Fahrt weiter in den Norden bringen sollte. Port Hardy ist ein süßes, kleines Städtchen, in dem es an sich nicht viel zu sehen gibt. Was sich aber lohnt: Rauf nach Telegraph Cove fahren. Ein niedliches Fischerdörfchen, in dem wir den ganzen Tag verbracht haben. Für mich eines der Highlights unserer Reise.

Wie die Fährenfahrt war und was wir danach erlebt haben, gibt's dann im nächsten Bericht. Übrigens: Während ich die ganze Zeit fotografiere, filmt der Mann immer auf unseren Reisen. Inzwischen ist sein Reisebericht fertig geworden! Hier könnt ihr ihn euch angucken!

So sieht das aus, wenn man hinten auf einer Fähre steht. Hübsch.
Der Regierungssitz von British Columbia.
Die Zufahrt zu Fisherman's Wharf in Victoria.
Das ist Fisherman's Wharf. Ein kleines Viertel aus Bootshäusern,
in denen tatsächlich Menschen leben.
Hier waren wir unterwegs wandern. Und haben in dem Bach sogar gebadet.
Es war genauso kalt wie es aussieht. 
Blick von oben auf den schönsten Strand der Welt.  
Unglaublich.
Möwen sind immer da. 
Telegraph Cove. Morgens früh im Nebel.
Hier kann man auch Ferienhäuser mieten. Würde ich machen,
um einen Roman zu schreiben. Drumherum ist nämlich nichts.
Rein gar nichts. Im Sommer erhöht sich die Einwohnerzahl
durch die Touristen von 5.000 auf 30.000 Menschen!
Fischer.
Die Möwe freut sich.
Der Nebel ist weg.

2014-09-16

DAS BULLSHITBINGO FÜR HUMORLOSE FEMINIST_INNEN

Gestern hat Netflix mit einem (bereits wieder gelöschtem) Tweet ganz ironisch und augenzwinkernd auf sein neues Angebot in Deutschland aufmerksam gemacht. Heute entdecke ich das neue, superlustige Spiel von Mentos, an dessen Entwicklung bestimmt auch Frauen mitgearbeitet haben. Die Mädchenmannschaft fasst das wunderbar für euch zusammen. Und weil die Anbieter entweder nie auf entsprechende Kommentare eingehen oder immer nur Blödsinn antworten, habe ich für diesen Blödsinn heute ein Bullshit-Bingo gebastelt! Viele tolle Twitterinnen haben sofort ihre Erfahrungen eingebracht – ich musste nur mitschreiben. Danke euch! Meine Grafikkenntnisse ähneln meinem Maltalent – kaum bis gar nicht vorhanden. Aber spielen kann eins trotzdem damit! Viel Spaß dabei - wer eine Reihe fertig hat, schreit "Bingo!"!


Und hier noch einige zusätzliche Twitterkommentare, die ich besonders schön fand!

2014-09-15

SEPTEMBER: PICKEPACKE VOLL

Hier passiert im Moment viel zu wenig und das tut mir leid. Dafür passiert in diesem Real Life so viel mehr und das ist auch der Grund, warum ich gerade nicht so sehr dazu komme, alles zu verbloggen. Daher jetzt eine wilde Zusammenfassung aller Ereignisse, die aktuell für mich wichtig sind.

Es ging damit los, dass am 26. August mein Buch erschienen ist. Davon habe ich euch ja schon erzählt. Über dieses Buch hat dann auch gleich die Lokalzeitung berichtet. Den Artikel über "Hannovers bunte Bloggerin" (höhö) könnt ihr hier online nachlesen. Und so eine Buchveröffentlichung bringt es mit sich, dass man ein bisschen rumfahren darf, um daraus vorzulesen. Das habe ich dann auch gleich mal gemacht und bin extra mit dem Zug bis nach Zug gefahren (ich Wortwitzqueen). Dort durfte ich im Burgbachkeller vor fast ausverkauftem Haus Geschichten zum Besten geben und war völlig überzuckert, dass überhaupt jemand da war. Am nächsten Tag habe ich im Rahmen der Aktionstage "Normalbehindert" noch ein paar Texte zu einem Podiumsgespräch beigetragen. Zug ist eine sehr schöne Stadt voller netter Menschen, die euch ständig erzählen, wie unglaublich reich diese Stadt ist. Man glaubt es sofort!


Und solltet ihr dort mal hinfahren,
übernachtet im Hotel "Guggital" 
– das hat nicht nur einen lustigen Namen
(wie überhaupt alles in der Schweiz),
sondern auch einen super Ausblick auf den Zugersee.
Am Wochenende durfte ich mich kurz ausruhen
und weil ich das nicht so gut kann,
bin ich lieber auf eine Party gegangen.
Im Gegensatz zu Karneval und Halloween
bin ich von Mottopartys immer sehr angetan.
Das Motto dieser Party war "Die goldenen Zwanziger"
und was soll ich sagen, ich sah fantastisch aus!
Am Sonntag habe ich dann mit dem Glücksarmband von Selma den Slam anlässlich des Entdeckertages in Hannover-Ahlem gewonnen. Yeah! Die Zutaten für das Armband hatte ich Selma mitgebracht, als sie zur Einladungsparty lud (und ihre Familie). K. erklärte mir, diese Dinger seien gerade sehr hip bei Kindern und dank Das Nuf weiß ich jetzt auch, worum es sich überhaupt handelt.

Diese Woche starten die Nachtbarden in die neue Saison und ich freue mich schon wie ein vegetarisches Schnitzel! Wir haben letzte Woche die ganze Saison durchgeplant und jetzt lauter tolle Menschen eingeladen. Bei uns ist es immer schön. Wenn ihr also in Hannover seid, kommt doch auch mal vorbei!


Am Mittwoch weile ich abends in Hamburg, um auf dem Festival für kreatives Computerspielen beim Slam mitzumachen. Die allerbeste Katja Hofmann moderiert und allein schon deswegen lohnt es sich, dort vorbeizukommen. Überhaupt ist das play-Festival ganz wunderbar. Ihr könnt nämlich überall ausprobieren, anfassen und mitspielen!


Und dann geht's bis zum Ende der Woche weiter in Hannover und Hildesheim. Alle Termine findet ihr hier!



Richtig toll sind übrigens die Menschen, die sich mit meinem Buch oder das Buch an Pool oder Kuchengedeck fotografieren – danke, ihr zuckersüßen Supermenschen!

Und falls ihr euch für allerlei Slam- und Lesetermine in Hannover interessiert: "Macht Worte" hat jetzt eine neue, hübsche Page. Klickt ruhig mal rein!


Jetzt wartet mein Teller Cini Minis! Schüss!


P.S.: Bald kommt dann schon der Bericht über den zweiten Teil unserer Urlaubsreise. Versprochen!

2014-09-03

KANADA-TRIP – TEIL 1: DIE ROUTE & VANCOUVER


Drei Wochen Kanada liegen hinter dem Mann und mir. Im klitzekleinen Mietwagen haben wir British Columbia und Alberta unsicher gemacht. Und am Ende sogar Seattle (gehört nicht zu Kanada, ich weiß, ihr Schlaumäuse). Nach und nach werde ich hier erzählen, wo wir waren, was wir gesehen haben, was ich empfehlen kann und wieso man in Jasper auf jeden Fall im Vorfeld ein Zimmer buchen sollte.

Unsere Stationen in richtiger Reihenfolge (zwischendurch haben wir auch an diversen Seen, Aussichtspunkten, Regenwäldern, Wasserfällen gehalten, die zähle ich aber nicht alle mit auf):


Vancouver – Victoria – Nanaimo – Pacific Rim National Park – Port Hardy – Prince Rupert – Hazelton – Prince George – Jasper – Banff – Salmon Arm – Vancouver – Seattle – Vancouver


Keine Angst, ich werde nicht über jeden Ort einen ganzen Blogpost schreiben. Dann müsste ich mir beispielsweise bei Prince George auch ziemlich viel aus den Fingern saugen. Ich starte mit Vancouver und die Stadt ist groß genug, um ihr einen ganzen Post zu widmen. In Vancouver haben wir unser Zimmer über Airbnb gebucht. Kann ich für ganz Kanada empfehlen, war immer sehr easy, günstig und die Leute waren alle sehr nett.

Als wir am ersten Tag los gelatscht sind, bin ich mit der Stadt noch nicht richtig warm geworden. Wie sie alle vorher geschwärmt haben: "Schönste Stadt der Welt!" "Genieß es!" "Lebenswerteste Stadt!" Vielleicht hatte ich auch noch Jetlag oder zu hohe Erwartungen, auf jeden Fall bin ich immer noch der Meinung, dass Vancouver sicher sehr lebenswert ist, man es aber jetzt auch nicht übertreiben muss mit der Lobhudelei. Die Innenstadt ist grau, verglast und eben wie jede andere Stadt sehr anonym. Was ich mochte: Gastown! Dieses Viertel erinnerte mich ein bisschen an Linden in Hannover und dort gab es sehr nette Bars, Boutiquen und Restaurants. Apropos Restaurants! Sushi ist unfassbar günstig in Kanada, der Himmel auf Erden! Ansonsten haben wir viel in Supermärkten gekauft und in den Hostels und Gästewohnungen gekocht.

Viele Menschen in der Stadt sind unglaublich höflich! Ständig wurden wir gefragt, woher wir kommen, dann antworteten sie meist mit einem deutschen Wort, das sie mal gelernt haben, freuten sich darüber, dass wir Englisch sprachen, lobten unsere Getränkewahl und überhaupt alles war immer sehr "awesome"! Bei einer unserer Wanderungen bin ich gestolpert und auf's Knie geknallt (Blut!). Sofort eilten zwei Frauen heran und fragten, ob ich okay sei und wie sie helfen könnten. Und, und das stelle ich ja immer wieder fest, wenn ich auf Reisen bin: Fast niemand (außer Kinder, und die dürfen das) starrt mich verwundert an, weil ich kleiner bin als andere. Ein schönes Gefühl.

Zurück zu Vancouver: Wirklich schön ist der Stanley Park! Das ist der größte Stadtpark Kanadas und eine Oase! Dort gibt es einen richtigen schönen Strand, von dem aus man direkt in den Ozean laufen kann. Himmlisch! Ebenso schön: Kitsilano Beach. Von hier kann man auch die beeindruckende Kulisse von Vancouver betrachten.

Am zweiten Tag sind wir auf den Grouse Mountain gefahren (ahhh! Seilbahn!). Leider lag die Spitze des Berges in einer Nebelwolke, so dass wir nicht bis ganz nach unten schauen konnten. Für mein Adrenalin reichte die zweite Fahrt mit dem Sessellift auf die ganz oberste Spitze aber schon aus.
Am dritten Tag ging's für uns dann schon weiter mit der Fähre nach Vancouver Island und in die Hauptstadt von BC: Victoria! Davon erzähle ich euch nach der nächsten Maus*!

Am Ende unserer Reise hatten wir noch weitere drei Tage in Vancouver, wovon einer komplett für den Tagesausflug nach Seattle draufging. In der Zeit haben wir uns Fort Langley angesehen (kann man sich sparen), sind einfach nur herumgelaufen, haben unser letztes Geld im besten Second-Hand-Shop, in dem ich bis jetzt war, ausgegeben und noch schnell ganz viel kanadisches Bier getrunken.


Und jetzt folgt die erste Fotoflut:

Downtown. Schachbrettstraßen, die immer mal wieder
einen Blick auf den Pazifik erlauben.

Jedes Viertel in Vancouver und jede Stadt in BC hat Flaggen
 an den Straßenlampen hängen. Die im West End fand ich besonders gut.

Hier sehen Sie Boote.

Das Ding in der Mitte, mit der Wiese auf'm Kopp,
war der kanadische Pavillon auf der Expo 1986 in Vancouver.


Das ist Vancouver pur. Massig Grün und trotzdem viele Glasfassaden dabei.

Dieses Ferienhaus habe ich mir direkt an den Hafen bauen lassen.
 Ich benutze eine Strickleiter um rein und raus zu kommen.

Dieses Foto ist mir ziemlich gut gelungen, finde ich.
Ich fotografiere übrigens mit einer günstigen Medion-Kamera von Aldi,
weil ich meist eh analog unterwegs bin. Kann man machen. Ich bin damit zufrieden.
Eine Canon hilft auch nicht weiter, wenn man keinen Blick für's Motiv hat.

Das ist die berühmte Steam Clock in Gastown. Sie war die weltweit erste Dampfuhr!
Zu jeder Viertelstunde spielt die Uhr den Westminsterschlag.

Genau.

Abenteuerlustige Menschen stürzen sich auf Grouse Mountain an Seilen nach unten.
Ich bin nicht abenteuerlustig.

AHHHHHHHH.

Schon recht hübsch.

Ja, dann geh halt. Tschüss.
Wer eine ähnliche Reise plant oder gerne noch mehr Tipps zu Vancouver hätte, kann mir auch gern jederzeit eine Mail schreiben.

* in einem der nächsten Blogposts